Kostenrechner · Stand 2026
Berechne in unter einer Minute die echten Gesamtkosten beider Optionen über mehrere Jahre. Inklusive Anschaffung, Energie, Wartung, Versicherung, Kfz-Steuer, THG-Prämie und realistischem Wertverlust.
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Du fährst bereits ein E-Auto? Dann hast du Anspruch auf die jährliche THG-Prämie, steuerfrei für Privatpersonen, einmal im Jahr ein Foto vom Fahrzeugschein hochladen. Wie das funktioniert und worauf du achten solltest, habe ich im Steuer-Ratgeber ausführlich erklärt.
THG im Steuer-Ratgeber →Hinweis: Dieser Rechner liefert eine Schätzung auf Basis deiner Eingaben. Tatsächliche Kosten können je nach Fahrweise, Strom-/Spritpreisentwicklung, individuellen Förderungen und Umständen abweichen. Keine Anlage-, Steuer- oder Kaufberatung. Stand: 2026.
Hintergrund
Die meisten E-Auto-Rechner im Netz haben drei Probleme: Sie ignorieren die THG-Prämie (für Privatleute steuerfrei, bis zu ~380 €/Jahr), sie rechnen die Kfz-Steuer falsch (E-Autos sind in Deutschland bei Erstzulassung bis Ende 2030 steuerbefreit, längstens bis 31.12.2035), und sie unterschätzen den Wertverlust-Unterschied.
Energiekosten: Bei 18 kWh / 100 km und 0,40 € / kWh kostet dich ein E-Auto rund 7,20 € pro 100 km. Ein Verbrenner mit 6,5 l und 1,75 €/Liter liegt bei 11,38 €, also rund 36% teurer. Wer zu Hause an einer Wallbox mit Spezialtarif lädt (oft unter 0,30 €/kWh), spart noch deutlich mehr.
Kfz-Steuer: Reine E-Autos sind bei Erstzulassung bis 31.12.2030 für 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis 31.12.2035 (verlängert durch Bundestagsbeschluss vom 04.12.2025). Verbrenner zahlen nach Hubraum und CO₂-Ausstoß, bei einem Mittelklasse-Benziner sind das oft 100–200 €/Jahr.
THG-Prämie: E-Autos sparen CO₂. Diese Einsparung verkaufen Anbieter wie Verivox, Check24 oder geld-fuer-eauto an Mineralölkonzerne. Du bekommst pro Jahr und E-Auto aktuell meist um 300 €, je nach Anbieter rund 110–380 €, steuerfrei für Privatpersonen. Hybride bekommen nichts.
Wartung: E-Autos haben deutlich weniger Verschleißteile (kein Ölwechsel, keine Zündkerzen, weniger Bremsenverschleiß durch Rekuperation). Realistisch: 300–500 €/Jahr für E-Autos vs. 600–1.000 € für Verbrenner.
Wertverlust: Hier ist die Lage komplex. E-Autos verlieren in den ersten 1–2 Jahren stark an Wert (typisch 20–25% allein im ersten Jahr), flachen dann aber ab. Verbrenner verlieren gleichmäßiger, aber stetig. Die EU-Verbrenner-Diskussion könnte den Wertverlust junger Verbrenner ab 2030 beschleunigen. Unser Rechner verwendet ein vereinfachtes lineares Modell, die Realität schwankt je nach Modell stark.
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FAQ
Faustregel: Ab ca. 12.000 km/Jahr wird ein E-Auto in den meisten Konstellationen wirtschaftlicher als ein vergleichbarer Verbrenner, vorausgesetzt du kannst zu Hause an einer Wallbox laden. Wer fast ausschließlich an teuren öffentlichen Schnellladern lädt, braucht eine deutlich höhere Fahrleistung, damit es sich rechnet.
Die Treibhausgasminderungsquote ist eine staatlich geregelte Prämie für E-Auto-Halter. Anbieter bündeln deine CO₂-Einsparung und verkaufen sie an Mineralölkonzerne. Aktuelle Prämien 2026: meist um 300 €, je nach Anbieter rund 110–380 € pro Jahr und E-Auto. Für Privatpersonen vollständig steuerfrei.
Reine Elektroautos sind in Deutschland von der Kfz-Steuer befreit: Bei Erstzulassung bis zum 31.12.2030 gilt eine 10-jährige Steuerbefreiung, längstens bis 31.12.2035 (verlängert durch Bundestagsbeschluss vom 04.12.2025). Plug-in-Hybride zahlen nach den normalen Regeln (Hubraum + CO₂). Auch beim Halterwechsel bleibt die Restlaufzeit der Befreiung erhalten, der Käufer eines E-Gebrauchtwagens erbt sie.
Eine Wallbox kostet je nach Modell 400–1.500 €, plus 800–2.500 € Installation. Die KfW-Förderung 440 für private Wallboxen wurde am 27. Oktober 2021 gestoppt, ein Nachfolge-Programm gibt es nicht. Einzelne Bundesländer und Kommunen bieten aber weiterhin Zuschüsse, manche Stromanbieter geben Rabatte bei Vertragsabschluss. Eine genaue Kostenkalkulation kannst du mit meinem Wallbox-Rechner machen.
Im ersten Jahr verlieren E-Autos oft 20–25% des Listenpreises, danach flacht es ab. Über 5 Jahre sind 45–55% Wertverlust typisch. Wichtige Faktoren: Akkugesundheit (SOH), Modellzyklus des Herstellers, Reichweiten-Updates bei Konkurrenzmodellen. Modelle mit hoher Nachfrage (z.B. Tesla Model Y) halten den Wert besser.